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Aktuelles

Im Herbst und Winter 2018 glänzt die Liebermann-Villa mit der Ausstellung:

London 1938
Mit Kandinsky, Liebermann und Nolde gegen Hitler



Twentieth Century German Art

1938 fand in London die Ausstellung Twentieth Century German Art statt: nicht nur die bis heute größte Ausstellung deutscher Moderne in England, sondern auch die größte internationale Antwort auf die Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“. Die Ausstellung fand zwischen Juli und August 1938 statt und enthielt mehr als 300 Meisterwerke der deutschen Moderne. Sie war auch eines der bemerkenswertesten Projekte, mit denen sich deutsche Emigranten und die verfemten Künstler selbst zu Wort meldeten. Mehr als 100 Ausstellungsstücke kamen von deutsch-jüdischen Unternehmern, Linkspolitikern und Künstlern, die Deutschland bereits verlassen hatten, unter ihnen Max Beckmann und Paul Klee.

Der Maler Max Liebermann war in der Londoner Ausstellung sehr gut vertreten, mit mindestens 22 ausgestellten Werken. Seine Witwe Martha Liebermann gehörte auch zu den Leihgebern der Ausstellung. Sie schickte ein Liebermann Porträt Albert Einsteins nach London mit der Absicht, es dort zu verkaufen. Im Jahr 2018 jährt sich dieses einmalige Ausstellungs-Ereignis zum 80. Mal – Anlass für die Liebermann-Villa diesem „Statement für die deutsche Kunst“ eine Ausstellung und einen wissenschaft¬lichen Katalog zu widmen.

Die Ausstellung London 1938. Mit Kandinsky, Liebermann und Nolde gegen Hitler rekonstruiert die Kunstausstellung aus dem Jahr 1938 mit einer großen Auswahl an Original-Ausstellungs¬stücken. Die Werke werden zusammen mit Informationen zu den Leihgebern des Jahres 1938 und der Resonanz der Ausstellung in Großbritannien und in Deutschland präsentiert.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit der Wiener Library in London, einem der weltweit bedeutendsten Archive zum Holocaust und der Zeit des Nationalsozialismus und wird gefördert von der Kulturstiftung des Bundes.

  

Im Sommer 2016 glänzte die Liebermann-Villa mit der Ausstellung:

MAX LIEBERMANN
Biergärten und Caféterrassen

Von ländlicher Wirtschaft zu bürgerlicher Sommerfrische

Die Ausstellung zeigt die frühen Biergärten aus Liebermanns Münchner Zeit ebenso wie die impressionistischen Gemälde aus Holland und die Berliner Havelcafés aus Liebermanns Spätwerk. Sie dokumentiert am Beispiel dieses Werkkomplexes die Entdeckung des Lichts und die besondere Funktion des Motives bei der Entdeckung einer impressionistischen Bildsprache. Sie macht in der Veränderung der Motivauswahl aber zugleich auch deutlich, wie Max Liebermann auch mit seiner Malerei immer mehr in der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft ankam. Ein separates Ausstellungskapitel mit Bier- und Cafégärten von anderen Künstlern der Berliner Secession trägt dazu bei, das Schaffen Liebermanns im Zeitkontext zu verstehen.